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Was die Raupe „das Ende der Welt“ nennt ..

.. nennt der Rest der Welt „Schmetterling“ - Lao Tse

 

Hilfe für den Schmetterling - eine kleine Geschichte

Ein kleiner Schmetterling sollte geboren werden. Eines Tages erschien eine kleine Öffnung im Kokon.

Ein Mann beobachtete den zukünftigen Schmetterling für mehrere Stunden, wie er kämpfte, um seinen Körper durch jenes winzige Loch zu zwängen.

 

Dann plötzlich schien er nicht mehr weiter zu kommen. Es schien, als ob er so weit gekommen war wie es ging, aber jetzt aus eigener Kraft nicht mehr weitermachen konnte. So beschloss der Mann, dem schlüpfenden Schmetterling zu helfen. Er nahm eine Schere und machte den Kokon auf.     

Der Schmetterling kam dadurch sehr leicht heraus.


Aber er hatte einen verkrüppelten Körper, er war winzig und hatte verschrumpelte Flügel. 
Der Mann beobachtete das Geschehen weiter, weil er erwartete, dass die Flügel sich jeden Moment öffnen und sich ausdehnen würden, um den Körper des Schmetterlings zu stützen und ihm Spannkraft zu verleihen.

 

Aber nichts davon geschah!

 

Stattdessen verbrachte der Schmetterling den Rest seines Lebens krabbelnd mit einem verkrüppelten Körper und verschrumpelten Flügeln.

 

NIEMALS WAR ER FÄHIG ZU FLIEGEN!

 

Was hat der Mann getan? Er hat in das Leben des Schmetterlings eingegriffen, indem er unaufgefordert Hilfe geleistet hat. Die Folge: der Schmetterling konnte sich nicht zu Ende entwickeln und wurde zum Krüppel!

 

Was der Mann nicht verstand, dass der begrenzende Kokon und das Ringen, das erforderlich ist, damit der Schmetterling durch die kleine Öffnung kam, der Weg der Natur ist, um Flüssigkeit vom Körper des Schmetterlings in seine Flügel zu fördern. Dadurch wird er auf den Flug vorbereitet, sobald er seine Freiheit aus dem Kokon erreicht.

 

Manchmal ist das “Ringen” genau das, was wir in unserem Leben benötigen ..

 

 

Quelle unbekannt

Photo by Timelynx on Unsplash