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Rhythmus der Natur - Mai

Zeit der Sinne und der Lebenslust

Im Mai erwacht die Lebenskraft überall. Nichts steht der Entfaltung des Lebens mehr im Weg. Vertrauen in die Wärme und das Licht.. "Wonnemonat Mai"

Die Themen im Mai

Von den intensiven Düften, den leuchtenden Farben und dem Genuss wilder Kräuter werden alle Sinne angesprochen. Zeit also, einzutauchen in die Welt der Sinne. Spazieren durch die Natur und riechen, schmecken und spüren das sich sinnlich entfaltende Leben.

Mahlzeiten schmecken intensiver, wenn wir jeden Bissen, vielleicht sogar mit geschlossenen Augen, genießen, den Geschmack und den Geruch der Speisen auf uns wirken lassen. Wie riecht eigentlich Ihr z.B. Arbeitsplatz? Gibt es Menschen, die Sie buchstäblich nicht riechen können? Kriegen Sie bei manchen eine Gänsehaut oder juckt es Sie buchstäblich in den Fingern, etwas zu tun? Nutzen wir einmal unsere Sehfähigkeit bewusst, in dem wir hinsehen, was geschieht und vor nichts die Augen verschließen. Sperren wir die Ohren auf und hören wir hin, wer uns wirklich etwas zu sagen hat.

 

Was sich in der gesamten Natur entfaltet, das bringt auch unser eigenes Leben in Schwung. Die Lust auf Leben, auf Genießen drängt wieder mit voller Macht ins Leben. Die „Frühlingsgefühle“ zeigen einmal mehr, dass auch wir zutiefst ein Teil der natürlichen Kräfte sind.

 

 

Der vorangegangene Text enthält zitierte Passagen aus „Der Jahreskreis“, Martina Kaiser

 

 

Achtsamkeit - Gehmeditation in der Natur mit allen Sinnen

Am schönsten ist das in der freien Natur oder im Wald. Aber jeder längere oder kürzere Geh-Weg lässt sich für einen solchen Ausflug mit allen Sinnen nutzen. Es gilt: Neugierig und spielerisch, und Ihr Kopf hat mal Pause.

 

Während Sie einfach losgehen, richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen, nehmen Sie ein paar bewusste Atemzüge. Richten Sie nun Ihre Aufmerksamkeit weiter auf Ihren Körper. Wie fühlt sich der Boden unter Ihren Füßen an beim Gehen? Wie fühlt es sich an zu gehen? Geben Sie sich einige Zeit diesem Nachspüren ganz und gar hin.

 

Dann richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das Sehen. Schauen Sie aufmerksam um sich, was gibt es alles zu sehen? Schauen Sie so, als sähen Sie alles zum allerersten Mal. Was gibt es Schönes? Welche Farben? Das Spiel zwischen Licht und Schatten in den Bäumen mit seinen neuen noch hellgrünen Blättern.. Was sehen Sie vielleicht Bemerkenswertes? Lassen Sie sich spielerisch und neugierig darauf ein, zu entdecken..

 

Gehen Sie dann weiter mit Ihrer Aufmerksamkeit zu Ihrem Gehör. Was nehmen Sie an Geräuschen wahr? Welche Tiere können Sie vielleicht hören? Versuchen Sie dabei immer noch weitere Geräusche zu entdecken.. 

Wo befinden sich die Geräusche von Ihnen aus? Bewegen sich die Geräusche? Wie weit von Ihnen weg? Kommen sie näher oder bewegen sie sich weg? 

Unser Gehörsinn „verflacht“ oft im Alltag und wir sind dann gar nicht mehr gewahr, wieviel wir von unserer Umwelt auch mit unseren Ohren „sehen“ können. Unseren Gehörsinn können wir nicht abschalten, er ist stets allen Geräuschen ausgesetzt. Lauschen wir mal bewusst zum Vergnügen und staunen, wieviel wir an Geräuschen im All-Tag auch ausblenden.

 

Und weiter gehts dann zu Ihrem Riechsinn. Nach was riecht es alles? Wie verändert sich der Geruch während des Weges? Gibt es bekannte, weniger bekannte Gerüche? Kommen Ihnen Erinnerungen in den Sinn? Vielleicht auch in Form von Bildern oder Emotionen?

Verweilen Sie auch hier eine Weile und fokussieren Sie auf das Wahrnehmen von Gerüchen.

 

Und nun Verlagern sie aufs Spüren Ihrer Haut. Wie fühlt sich die Luft auf Ihrer Haut an? Strecken Sie Ihr Gesicht bewusst in die Luft, können Sie die Luft auf Ihrer Haut dort spüren? Wenn es schon warm ist und sie lockere Kleidung tragen, wo und wie spürt sich die Luft direkt auf Ihrer Haut an? 

 

Und bringen Sie nun zum Abschluss dieser Gehmeditation alle Sinne zusammen. Spüren Sie Ihren Körper ganz bewusst und nehmen Sie den Boden unter Ihren Füßen wahr. Öffnen Sie Ihre Augen und schauen noch einmal ganz bewusst um sich. Nehmen Sie alle Geräusche wahr und auch alle Gerüche um sich herum. 

 

Schließen Sie diese Übung mit ein ein paar ganz bewussten Atemzügen ab und gehen Sie ganz „normal“ weiter. Wie fühlt es sich jetzt an? 

 

Bevor Sie dann vielleicht ins Auto steigen oder zurück ins Büro oder nach Hause gehen: Halten Sie noch einen Moment inne und erinnern sich an das, was Sie gerade erlebt haben..